Neulich, bei Sinaloa, hab ich Lara Korona getroffen und die Jungs waren so freundlich mir ein Exemplar ihrer Split mit Johnny Futuro zu schenken.
Die 12“ ist für beide Bands die erste Veröffentlichung, hat keine Logos; ist somit voll D.I.Y. und ein sehr schönes Artwork in allen CMYK Farben.
Die zwei Songs erstgenannter Band laufen beide nicht unter 8 Minuten und sind ähnlichen strukturiert. Lara Korona gehen Straight los. Sind laut und schnell. Das Schlagzeug hat einen sehr Spitzen klang und hebt sich von den übrigen Instrumenten ab. Die Gitarren schwenken öfters mal zwischen sich wiederholenden Riffs und längeren Melodien. Die Musik steht zwischen Post-Hardcore und Euro-Screamo. Eindeutig eine tolle Mischung.
Während das Vinyl kreist werden die Jungs aus Dipoldiswalde etwas ruhiger und langsamer. Der Sound wird träumerischer und geht mehr in die Euro Richtung. Besonders fällt das auf beim Gesang. Der kommt jetzt besser hervor. Geniale Vocals die sehr an Szenegrößen aus Italien erinnern. Gepresstes Screaming mit viel dystopie in der Stimme.
In ihren träumerischen Stimmungen lösen sich die beiden Songs von Lara Korona langsam in Chaos auf und verstummen dann allmählich.
Auf der anderen Seite, gehen Johnny Futuro da schon ein Stück punkiger rann. Der Sound setzt mehr aus Spannung statt auf Stimmung und kickt mehr. Mit häufigeren Breaks und Riffs die auch mal von AC/DC sein könnten gehen die Brandenburger hier Stark in die Post-Whatever Richtung. Auch der Gesang, mit englischen Lyrics, ist verständlicher.
„We got to keep on runing“, die Jungs sagen es schon und rasen meist durch ihre Songs. Dabei produzieren sie einen schönen Runden Sound der sehr vom groove des Bass profitiert.
Gegen Ende schlagen die Johnnys dann noch mal mehr in die pessimistische Kerbe. Die Stimme schreit mehr und Gitarre springt nervös von Seite zu Seite. Der ganze Song kommt auf eine unangenehm angespannte Art rüber. Sehr schöner Screamo.
eriik
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